//
startseite

Letzter Beitrag

Adaptionsnotizen: Bourne-Reihe

The Bourne Supremacy: Original Motion Picture ...

The Bourne Supremacy: Original Motion Picture Soundtrack (Photo credit: Wikipedia)

The Bourne Identity” hat 2002 weltweit 214 Mio. $ eingespielt (Budget: 60 Mio. $). Die Fortsetzungen waren kommerziell noch erfolgreicher – mit Ausnahme von “The Bourne Legacy”, bei dem es sich eigentlich um ein Spin-Off handelt. “The Bourne Identity” von Doug Liman (nach einem Drehbuch von Tony Gilroy u.a.) war nicht die erste Adaption des Romans von Robert Ludlum. Der erste Teil der Buchreihe wurde bereits 1988 als Zweiteiler für das Fernsehen adaptiert. Schon damals wurde recht freizügig mit der Vorlage umgegangen. Dies gilt erst recht für die Trilogie, in der Matt Damon den Killer-Agenten mit Gedächtnisverlust verkörpert.

Die Handlung des Romans aus den 80er Jahren wurde im Film auf die Jahrtausendwende verlegt. Im Gegensatz zu den wenig später von Paul Greengrass adaptierten Fortsetzungen (2004: “The Bourne Supremacy“; 2007: “The Bourne Ultimatum“) ist Teil 1 sehr schnell gealtert. Auch wenn sich die von Greengrass inszenierten Teile ästhetisch von “The Bourne Identity” abheben, so hält sich der Regisseur in anderem aber an den Vorgänger. Beide versuchen erst gar nicht sich an der Fülle der Bücher abzuarbeiten. Das hat nicht nur dazu geführt, dass unzählige Schauplätze in den Filmen nicht vorkommen, auch wichtige Figuren werden weggelassen oder verändert. Während zum Beispiel “Marie” im Film eine deutsche Studentin ist, die Bourne zunächst für Geld hilft, benutzt der Agent/Killer im Roman die kanadische Regierungsmitarbeiterin Marie unter Anwendung roher Gewalt über einen längeren Zeitraum als Schutzschild. Erst nachdem er ihr das Leben rettet, hilft sie ihm “freiwillig”. Eine weitere auffällige Veränderung in Teil 1 ist, dass die Figur von “Carlos” keine Rolle spielt. Insgesamt kann man also sagen, dass sich das Filmfranchise zwar der Grundidee und der Hauptfigur der literarischen Vorlage bedient, die Plots aber unabhängig davon entwirft.

Bei der Entwicklung der Storylines dürften sich sowohl Liman als auch nach ihm Greengrass ganz entscheidend am emotionalen Thema orientiert haben. Dabei geht es – wie bereits der Titel von Teil 1 verrät – um Identität und Selbstfindung. Der Mann mit Gedächtnisverlust will nicht nur wissen, wie er heißt und was er verbrochen hat, er will auch wissen, wie er zu einer Killermaschine geworden ist und ob es da noch etwas gibt, mit dem er leben kann.

Nachdem die Fans jahrelang auf eine Fortsetzung gehofft haben, dürfen sie jetzt mit einer Rückkehr von Jason Bourne rechnen, denn Regisseur Greengrass und Matt Damon haben sich für Bourne 5 verpflichtet. Ob sich der Film der Bücher bedienen wird, bleibt abzuwarten. Und ob es dann auch mal ein Zusammentreffen von Jason Bourne mit Aaron Cross (die von Jeremy Renner verkörperte Figur aus “The Bourne Legacy”) gibt, wird ebenfalls die Zukunft weisen.

Kategorien

Archive

The Internet Defence League

Member of The Internet Defense League
Bookmark and Share

Enter your email address to subscribe to this blog and receive notifications of new posts by email.

Fun

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 70 Followern an