Nachdem kürzlich Streamingdienste bei den zum zweiten Mal stattfindenden Newsfronts ihre neuen Web-Serien präsentiert haben, kamen eben bei den traditionellen Upfronts in NYC die US-amerikanischen Network-Sender an die Reihe, der Werbewirtschaft ihre für den Herbst geplanten Serienproduktionen vorzustellen. Während im letzten Jahr viele Serien für Frauen entwickelt wurden, kommen heuer inhaltlich eher die Männer zum Zug, was damit zu tun, dass man diese Produkte im Umfeld quotenstarker Live-Sportprogramme derzeit angeblich besser platzieren kann. Auf die neuen Comedy-Formate wird hier nicht weiter eingegangen, im folgenden wird aber eine kleine Auswahl von Crime/Sci-Fi/Fantasy-Dramaserien vorgestellt, die Aufmerksamkeit erregt haben. An den medialen Reaktionen auf diese zeigt sich, dass futuristische Settings (“Almost Human”, “Star-Crossed”), Family-Political-Dramas (“Hostages”) und Fantastisches (“Dracula”, “Sleepy Hollow”, “The Originals”) noch nicht ausgedient haben. Mit “The Blacklist” könnte im Herbst auch ein neuer Bösewicht an den Start gehen. Ob mit den neuen Serien Innovatives zu sehen sein wird, bleibt abzuwarten.
“Almost Human” (Fox)
“Almost Human” ist eine futuristische Buddy-Cop-Show von J.H. Wyman (“Fringe”), die unter anderem von J. J. Abrams produziert wird. Darin bekommt Polizist John Kennex einen Androiden als Partner zur Seite gestellt, der ein paar “bugs” hat. Neben Karl Urban (“Star Trek”) und Michale Ealy (“Californication”) gehört auch Lili Taylor (“Six Feet Under”) zum Cast.
“The Blacklist” (NBC)
Nicht zuletzt wegen der Besetzung mit Spannung erwartet wird “The Blacklist”. Der gesuchte Schwerverbrecher Raymond „Red“ Reddington (James Spader!) bietet dem FBI seine Dienste an – unter der Bedingung, dass er mit der frischgebackenen FBI-Agentin Elizabeth Keen zusammenarbeiten kann.
“Hostages” (CBS)
Wie “Homeland” ist “Hostages” die Adaption einer israelischen Serie. Darin geht es um eine Familie, die in eine politische Verschwörung verwickelt wird. Mit Toni Collette (“United States of Tara”) und Dylan McDermott (“Practice”). Produziert wird unter anderem von Jerry Bruckheimer.
“Dracula” (NBC)
Von einem bekannten Schauspieler dargestellt wird auch der im viktorianischen London als amerikanischer Unternehmer auftretende Dracula in der gleichnamigen Serie (nach dem Roman von Bram Stoker). Verkörpert wird Dracula/Alexander Grayson von Jonathan Rhys Meyers, der schon in “The Tudors” eine mythenumwobene Figur zum Besten gegeben hat.
“Star-Crossed” (CW)
Hierbei handelt es sich um eine Sci-Fi-Romance-Dramaserie von Meredith Averill (“Good Wife”). Darin geht es um den (außerirdisch gutaussehenden) Alien Roman, welcher der Menschenfrau Emery wiederbegegnet, die ihn vor vielen Jahren nach der Crash-Landung seiner Spezies auf der Erde gefüttert hat. Dem Sender CW gemäß wimmelt es in der Serie von jungen und wunderschönen Menschen.
Dem hier kürzlich schon erwähnten Trend zu Fantastischem und Märchenhaften entsprechend sollen abschließend noch die bei den Upfronts präsentierten Serien “Sleepy Hollow” (Trailer) und das “Vamire Diaries”-Spin Off “The Originals” (Trailer) nicht unerwähnt bleiben. We keep watching.
Update vom 22.05.2013: NBC Picks Up ‘About A Boy’ TV Series and Another J.J. Abrams Joint, ‘Believe,’ Written by Alfonso Cuarón
Im November 2011 ging es hier schon einmal um Biopics über Helden und Antihelden der Computer- und Internet-Ära. Es wurden die Versuche der filmischen Darstellung von Mark Zuckerberg (Facebook), Sean Parker (Napster), Steve Jobs (Apple), Bill Gates (Microsoft) und Julian Assange (WikiLeaks) in Augenschein genommen. “The Social Network” (2010) hatte zu dem Zeitpunkt seine Kino-Tour schon hinter sich, über den soeben verstorbenen Steve Jobs waren bereits mehrere Filme in Planung (u. a. “jOBS”) und das Versteckspiel von Julian Assange hatte einen Höhepunkt erreicht und regte die Fantasie und Kauflust von Produzent/inn/en an. Seitdem hat sich einiges getan. Weiterlesen
Dieser Artikel ist die überarbeitete Version eines Artikels vom Oktober 2011. Use Readability Button!
Hoodie: Markenzeichen unterprivilegierter Jugendlicher oder Symbol des Bösen?
Im Februar 2012 war der 17-jährige Trayvon Martin in Sanford / Florida mit einer Packung Skittles und einem Hoodie bekleidet auf dem Weg zum Haus der Freundin seines Vaters. Dort kam er aber nie an, weil er vom paranoiden Mitglied einer Nachbarschaftswache erschossen wurde. Wenig später provozierte der Journalist und Talk Show Host Geraldo Rivera auf Fox News mit der Aussage, Trayvon Martins Hoodie sei für den Tod des Jungen gleichermaßen verantwortlich gewesen, wie der Schütze George Zimmerman. Mit dieser Aussage hat er nicht nur die Familie des Opfers erzürnt, damit unterscheidet er sich auch von jenen Menschen, die nach Trayvons Tod am “Million Hoodie March” in New York City teilgenommen haben. Für diese ist der durch die Medien arg in Verruf gebrachte Kapuzenpullver Weiterlesen