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Fifty Shades of Grey: Fan fiction goes big screen? [Updated]

Bidding war um erotische Trivialliteratur – Fifty Shades of Grey

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The Star Trek fanzine Spockanalia contained the first fan fiction in the modern sense of the term. (Photo credit: Wikipedia)

Fan fiction kann als unautorisierte Weiterführung eines Medienproduktes, z. B. eines Filmfranchises, einer TV-Serie [Update vom 01.08.2013: siehe Diplomarbeit über „Star Trek“-Fan Fiction] oder auch einer prominenten Person beschrieben werden. Fans erfinden Geschichten über bekannte Figuren, führen sie in eine alternative Richtung oder ironisieren sie. Unter anderem aus Urheberrechtsgründen taucht Fan fiction selten im Scheinwerferlicht auf. Nun ist gerade eine wilde Auktion zu Gunsten von Universal Pictures und Focus Features zu Ende gegangen, bei der um die Filmrechte zu „Fifty Shades of Grey“ gekämpft wurde. Hierbei handelt es sich um den ersten Teil einer Erotik-Romantriologie der britischen Autorin E. L. James. „Fifty Shades of Grey“ soll der zufolge aus einer Fan fiction 1 zu Twilight entstanden und zunächst in kleiner Auflage in einem australischen Selbstverlag erschienen sein. Durch Mundpropaganda wurde die Story angeblich zu einem der sensationellsten internationalen Bucherfolge der letzten Zeit. In „Fifty Shades of Grey“ geht es aber nicht um die keusche Bella, sondern ganz im Gegensatz dazu um die erotische Beziehung der zunächst unerfahrenen Anastasia Steele mit dem ein paar Jahre älteren Millionär Christian Grey, der sie mit BDSM (bondage, disciplin, sadism, masochism) vertraut macht. Die Twilight-fan-fiction-goes-BDSM-story um „Fifty Shades of Grey“ kann man als eine gelungene Marketingstrategie betrachten, denn der oben beschriebene Erfolg lässt sich weder durch eine aufregende Story noch durch besondere literarische Qualitäten erklären. In dem Roman wird ein klein wenig BDSM in ganz viel triviale Romantik verpackt.

1 In der ehemals „Master of the Universe“ betitelten Fanfiction tragen Anastasia Steele und Christian Grey noch die Namen der „Twilight“-Protagonisten „Bella“ und „Edward“.

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Update vom 25.06.2013:
Eine Erklärung für den Erfolg der Bücher bietet die israelische Soziologin Eva Illouz, welche in der Trilogie „Fifty Shades of Grey“ ein Muster für die moderne Paarbeziehung entdeckt, in einem Gespräch in der FAZ an.
Update vom 23.05.2013:
Nach „Shades of Grey“ wird eine weitere „Twilight“-Fanfiction-Geschichte als Buch verlegt: In „Beautiful Stranger“ sind die Liebenden Chef und Assistentin.

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