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Italienische Serien: Päpste und Mafiosi

Kürzlich gab es hier ein Update zu neuen deutschen Dramaserien, aber nicht nur in Deutschland hat sich zuletzt im Serienfernsehen einiges getan. Nach Skandinavien – wo bekanntlich schon länger herausragende TV-Serien entwickelt werden, Stichwort Nordic Noir – sind in den vergangenen Jahren auch in Italien vielbeachtete Serienproduktionen entstanden. Schon vor bald zwei Jahren (April 2015) war in der FAZ zu lesen, dass die spannendsten Serien aus Italien kämen und vor einigen Monaten beschäftigte sich auch das Wall Street Journal (WSJ) mit der neuen Welle italienischer Fernsehserien.

Wenig überraschend sind einige davon im Mafia-Milieu angesiedelt sind. Das hat nur am Rande mit US-amerikanischen Vorbildern zu tun, mit Korruption und organisiertem Verbrechen beschäftigten sich italienische Serienklassiker, wie etwa „Allein gegen die Mafia/La Piovra“ (1984), schon früher. Dass das Land im Süden Europas noch immer von Costa Nostra & Co. geplagt wird, spiegelt sich nun – nach der Berlusconi-Ära – auch in jüngeren Serienproduktionen wider. Zu nennen wäre hier allen voran die Sky-Serie „Gomorrah“ (Regie: Stefano Sollima nach einer Vorlage von Roberto Saviano), von welcher seit 2014 zwei Staffeln ausgestrahlt wurden. Vom selben Regisseur wurde 2015 auch der Spielfilm „Suburra“ inszeniert, auf dem die gleichnamige Serie aufbauen wird, die ab 2017 ausgestrahlt werden soll. Die Co-Produktion von Netflix, Cattleya und RAI basiert auf einer Vorlage von Giancarlo De Cataldo u.a.

Aber nicht nur Mafia-Themen werden in der italienischen Serie fiktional aufbereitet, ähnlich wie in Deutschland sind auch im südlichen Nachbarland historische Stoffe am Siegeszug der heimischen Produktionen beteiligt. Bei der Kritik beliebt ist z. B. Die Dramaserie „1992“ (seit 2015), in der sich Schöpfer Stefano Accorsi jener schicksalhaften Jahre annimmt, die zum Aufstieg Silvio Berlusconis geführt haben. Die internationale, englischsprachige Co-Produktion „The Young Pope“ (seit 2016) von Paolo Sorrentino („La Giovinezza“) geht in der Geschichte weiter zurück und erzählt vom Pontifikat des ersten amerikanischen Papstes. Um eine internationale Co-Produktion handelt es sich auch bei der historischen Dramaserie „I Medici“. Schöpfer der englischsprachigen Dramaserie über die berühmte Florentiner Familie sind Frank Spotnitz und Nicholas Meyer (seit 2016). Ähnlich wie in Deutschland spielt auch in Italien der zum Murdoch-Imperium gehörende Bezahlsender Sky eine wichtige Rolle.

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