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TV, Urheberrecht

World Conference of Screenwriters 3.0

Nach Athen und Barcelona wurde die alle zwei Jahre stattfindende „World Conference of Screenwriters“ im vergangenen Oktober in Warschau abgehalten. Auf der Internetseite des Drehbuchverbandes Austria – einer der 30 teilnehmenden Verbände – sind einige Berichte über die Panels der Konferenz nachzulesen.

In den Podiumsdiskussionen ging es dem Bericht von Hilde Berger (Drehbuchautorin) und Christian Neubacher (drehbuchverband AUSTRIA) zufolge um Vertragsverhandlungen, die unbezahlte Vorarbeit von Kreativen, um den Angriff auf das Copyright durch die Forderung nach kostenfreier Nutzung digitaler Inhalte und darum, wie es den Skandinavier/inne/n gelungen ist, hohe Qualität ins Fernsehen zu bringen.

Für Drehbuchautor Jacob Groll („Janus“, „Soko Donau“) wurde in Bezug auf die TV-Serien-Landschaft einmal mehr deutlich, wie vor allem die skandinavischen Länder der deutschsprachigen Region voraus sind – nicht nur in der Qualität der Arbeit, sondern im Vergleich der Arbeitsbedingungen. Er berichtet unter anderem vom Panel „Writing for an International Market – Selling an Existing TV Format“, „Co-Productions Pros & Cons“, „Beyond Detectives and Doctors: the Rise of New Genres Internationally“ und „The Scandinavian Phenomenon“.

Drehbuchautor Fritz Ludl („Schnell ermittelt“, „Die Detektive“) fasst in seinem Bericht über die Podiumsdiskussion zum „Writer’s Room“ etwas zusammen, was bei der Konferenz mehrfach angesprochen wurde: „Die besten Serien der Welt kommen aus Systemen, in denen der Autor/die Autorin eine zentrale Rolle spielt – sei es als Showrunner im amerikanischen Writer´s Room mit bis zu 12 AutorInnen oder im skandinavischen Modell mit 3-5 AutorInnen. Die Vorteile sind jeweils die gleichen: Ein Team ist mehr als die Summe seiner Teile.“

Wenig überraschend enthält die Warschau Resolution demnach die Forderung nach einer Aufwertung der Rolle der Drehbuchautor/inn/en bei der Produktion von Qualitätsfernsehen. Es soll allen an der Herstellung von TV-Inhalten Beteiligten das Dänische Modell nahe gelegt werden, welches den Schöpfer/inne/n eine zentrale Rolle einräumt. In einer weiteren Resolution werden Produktionsfirmen, Förderinstitutionen und Sender dazu aufgerufen, der Benachteiligung von Drehbuchautorinnen entgegenzuwirken.

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