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Adaption, Literaturadaption

Adaptionsnotizen: The Fault in our Stars

Inspiration
Esther Grace Earl (* 3.8.1994 † 25.8.2010) wurde 16 Jahre alt. Eineinhalb Jahre nachdem sie an Krebs verstorben war, erschien der Roman „The Fault in our Stars“, welcher ihr gewidmet ist. Den Romanautor hatte Esther Grace Earl über die YouTube-Community Vlogbrothers kennen gelernt.

Roman- und Filmerfolg
In John Greens Erfolgsroman wird die Liebesgeschichte der krebskranken 16-jährigen Hazel Grace Lancaster mit dem ebenfalls krebskranken Jugendlichen Augustus Waters erzählt. Die Adaption des Romans (Regie: Josh Boone) ist kürzlich im Kino angelaufen und hat sich als Überraschungshit entpuppt (Produktionskosten: 12 Mio. $; weltweites Einspielergebnis am 27.7.2014: 256 Mio. $). Zu seinem Erfolg verholfen haben der Leinwandversion von „The Fault in our Stars“ nicht nur die herzzerreißenden Erlebnisse der jugendlichen Protagonist/inn/en, sondern auch deren Darsteller, die den Charakteren Glaubwürdigkeit (Shailene Woodley) und Charme (Ansel Elgort) verleihen. Den Erfolg begünstigt hat vielleicht auch, dass man zwar vom Kranksein viel, vom Sterben jedoch wenig sieht. Außerdem hat der Film einen Plot zu bieten, der nicht ohne Wendungen ist.

Der Klassiker
In den Filmkritiken zu „TFIOS“ wird häufig Bezug auf „Love Story“ (Regie: Arthur Hiller) aus dem Jahre 1970 genommen. Das kommt nicht von ungefähr, denn auch in diesem Klassiker wird eine Liebesgeschichte erzählt, die vom Tod überschattet ist und so wie „TFIOS“ war der ebenfalls auf einem Roman basierende Film ein Box-Office-Erfolg. Während das tragische Liebespaar in „Love Story“ jedoch Erwachsene waren, handelt es sich bei den Protagonisten der Romanze in „TFIOS“ nunmehr um Jugendliche.

Adaptionsnotizen (Achtung Spoiler!)
Der Roman ist aus der Ich-Perspektive der krebskranken 16-Jährigen Hazel geschrieben. Sie erzählt ihre Liebesgeschichte mit August Waters vom Kennenlernen bis zu dessen Tod. Innerhalb dieser Erzählung erinnert sie sich ihrer Krankengeschichte und reflektiert ihre Erfahrungen. Obwohl es nicht unbedingt notwendig gewesen wäre, gibt es im Film (meistens kurz) Voice-over. Diese wird aber nicht unbedingt dazu benutzt, die Gedanken der Ich-Erzählerin in den Film zu übertragen oder sie zu charakterisieren. Die Voice-over hat eher atmosphärische Funktion („I fell in love the way you fall asleep: slowly, and then all at once.“) oder dramaturgische Funktion, z. B. um Zeit zu raffen oder Auslassungen zu überbrücken („Augustus Water died 8 Days later“), was dann nicht selten mit Bildmontagen einhergeht. Letzteres ist eine der Eigenwilligkeiten des Films, so werden Montagen unter anderem auch dazu verwendet, die Erinnerungen der Ich-Erzählerin zu vermitteln (z. B. Rückblenden in ihre Krankengeschichte).

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