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Literaturadaption, Writers Talk (Audio)

Literaturadaption: Rubinrot

Die Adaptionen von Fantasy-Jugendbüchern wie „Harry Potter“, „Twilight“ oder „The Hunger Games“ haben sich in den letzten Jahren bekanntlich als Goldgruben erwiesen. Vor ca. vier Jahren hat sich eine deutsche Produktion auf die Spuren dieser Goldader begeben. Drehbuchautorin Katharina Schöde und Regisseur Felix Fuchssteiner sicherten sich kurz nach Erscheinen des Fantasy-Romans „Rubinrot“ der deutschen Autorin Kerstin Gier die Verfilmungsrechte für die (zu dem Zeitpunkt noch nicht fertig gestellte) Trilogie „Liebe geht durch alle Zeiten“. Darin geht es um die 16-jährige Londoner Jugendliche Gwendolyn, die in mehrerlei Hinsicht eine „Auserwählte“ ist, was laut einer Marktprognose von Roland Zag ein für die Zielgruppe wichtiges Kaufargument darstellt. Den Hoffnungen der Filmemacher/innen gemäß wurde „Rubinrot“ (sowie dessen Fortsetzungen) ein Bestseller.

Nachdem das Buch also in unzähligen Mädchenzimmern gelandet war, konnte das Adaptionsvorhaben – wie Drehbuchautorin Schöde in einem Gespräch mit Oliver Schütte im VDD-Podcast berichtet – von den Geldgeber/inne/n nicht mehr ignoriert werden. Der Film wurde 2012 für 6,5 Millionen Euro in Kooperation von Lieblingsfilm, mem-film und GFF als Kinofilm hergestellt. Im Vergleich dazu hat der erste Teil der Harry-Potter-Reihe (2001) 125 Millionen $ gekostet. Wie die Produktion der in London angesiedelten Geschichte zu diesen vergleichsweise geringen Kosten respektable Schauwerte aufbieten konnte, das ist hier nachzulesen.

Mit welchen Schwierigkeiten Drehbuchautorin Schöde bei der filmischen Gestaltung eines Romans zu kämpfen hatte, dem der dritte Akt fehlte und dessen Fortsetzungen zum Zeitpunkt des Drehbuchschreibens noch nicht zur Gänze erdacht waren, darüber berichtet sie im schon erwähnten VDD-Podcast. Ob die Leser/innenschaft ausreichend ins Kino geströmt und – trotz der vorgenommenen Änderungen – für ausreichend positive Mundpropaganda gesorgt hat, auf dass auch „Saphirblau“ (Teil 2) und „Smaragdgrün“ (Teil 3) verfilmt werden, muss an dieser Stelle offen gelassen werden. Dass die von der Kritik recht unterschiedlich bewertete Adaption durchaus mehr Zuschauer/innen vertragen hätte, soll aber nicht unerwähnt bleiben.

Update vom 06.09.2014: VDD-Podcast mit Katharina Schöde über ihren Film „Saphirblau“, die Adaption des 2. Teils der Trilogie.

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