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Apokalypse/Dystopie, Science Fiction, Trend

Trend: Apokalypse in Serie

Hier ist anlässlich des Trends zu dystopischen Jugendbuchverfilmungen erst kürzlich darüber spekuliert worden, warum die Postapokalypse derzeit so beliebt ist. Diese Frage stellt sich zum Beispiel auch angesichts des vielfach ausgezeichneten Spielfilms „Beasts of the Southern Wild“ (Regie: Ben Zeitlin). Im Folgenden wird das Augenmerk auf weniger beachtete Filme und Formate  gerichtet, die sich mit dem „Untergang“ beschäftigen.

Revolution (Dramaserie)
„Revolution“ ist eine neue NBC-Serie, bei der J. J. Abrams als ausführender Produzent maßgeblich beteiligt ist. Die Serie ist in einer Welt angesiedelt, die schon seit mehreren Jahren ohne Strom auskommen muss. Mit den Folgen des globalen Stromausfalls kämpft ein Grüppchen um die junge Charlie Matheson. Die erste Staffel wurde vom Network-Publikum ausreichend gut geheißen, auf dass eine zweite Staffel in Auftrag gegeben wurde. Die (vom Kabelsenderprogramm verwöhnten) TV-Kritiker/innen waren mit dem Produkt weit weniger zufrieden. Zurecht, denn „Revolution“ bietet weder einen herausragenden Cast, noch interessante Figuren und nicht einmal besonders spannende Storylines.

One Hundred Mornings (Spielfilm)
Stromausfälle gibt es aber nicht nur im Serienfernsehen, ein irischer Independentfilm hat sich schon 2009 vordergründig mit den Folgen einer solchen Katastrophe beschäftigt. In „One Hundred Mornings“ (Regie: Conor Horgan) haben sich zwei Paare nach der Katastrophe auf’s Land zurück gezogen. Es gibt nur etwa sechs Figuren, ein paar Statisten, etwa drei Schauplätze und Schießereien, die meistens im Off stattfinden. Da es sich aber im Kern um ein Beziehungsdrama in einem postapokalyptischen Setting handelt, stört das nicht weiter. Der Film ist ein Muster- und Lehrbeispiel für einen anspruchsvollen Low-Budget-Film, der angeblich lediglich € 275.000- gekostet hat.

Flare (Interaktive Webserie)
In einer Welt, in der es kein Sonnenlicht mehr gibt, ist die Webserie (bislang 1 Episode) „Flare“ angesiedelt. Zu sehen ist sie auf der hier schon einmal erwähnten Transmedia-Plattform Rides.tv.

H+ (Webserie)
In der von Bryan Singer produzierten YouTube-„Vorzeigeserie“ „H+“ ist zwar nicht der Strom ausgefallen, dafür aber das Internet, mit dem 1/3 der Menschheit via Implantat verbunden war. Die Webserie ist nichtlinear aufgebaut. Sie springt zwischen der Zeit, in der die Titel gebende Technologie H+ entwickelt wurde und Jahre nachdem sie ausgefallen ist, hin und her. Die Serie wird von Warner Brothers Digital in Kooperation mit YouTube vertrieben und ist in Hinblick auf Inhalt, Form und Stil weitaus interessanter als „Revolution“.

Derren Brown: Apocalypse (TV-Zweiteiler)
Ein vermeintliches Realityformat hat sich ebenfalls der Apokalypse zugewandt. Im umstrittenen Zweiteiler „Derren Brown: Apocalypse“ beobachtet das Publikum einen Mann, dem eine Meteoritenkatastrophe und der anschließende Ausbruch eines Zombievirus vorgegaukelt wird.

Update vom 23.01.2013: Sundance Short „The Apocalypse“

Update vom 15.07.2013: Aktuell ist der Weltuntergang beliebtes Setting von Komödien: „Seeking a Friend for the End of the World“ (2012), „Endlich Weltuntergang“ (2012), „This is the End“ (2013), „The World‘s End“ (2013).

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